Chardonnay Auxerrois ZIND 2017

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Artikelnummer: 9950302160 Kategorien: , Weingut:
Verkostungsnotiz von vom 18.03.2019, Copyright Christoph Raffelt

Information zum Wein

Der Jahrgang 2017 geht in die Geschichte dieses Weinguts ein. Für Olivier Humbrecht gehört er zu den drei besten Jahrgängen seit der Gründung des Weinguts im Jahre 1959. Allerdings haben diesmal Frost und Hagel die Erntemenge im Durchschnitt auf unter 20 hl/ha begrenzt. Nach einem frühen Austrieb haben zwei Kältewellen mit Minusgraden am 21. und 22. April auch solche Flächen dem Frost ausgesetzt, die eher geschützt liegen. Ein ungewöhnlich eiskalter Ostwind hat Reben in Weinbergen wie dem Herrenweg de Turckheim erfrieren lassen, die in den 60 Jahren, die Oliviers Vater miterlebt hat, nie erfroren sind. Ein Hagelschlag im Weinberg Brand blieb glücklicherweise ohne größere Folgen. Der Hochsommer war heiß, der August milder, und die Lese begann am 29. August mit Pinot Gris Roche Roulée, gefolgt von Terroirs wie Rotenberg, Heimbourg, Goldert … Ein kleiner Regen am 2. September beschleunigte die Reifung. Die Rieslinge wurden ab dem 11. September geerntet, und die Ernte wurde beendet mit Rangen, Hengst und Clos Jebsal am 26. September. Nur im Clos Jebsal gab es kleinere Anzeichen von Botrytis.
Zind besteht traditionell aus einer Mischung von 70 % Chardonnay und 30 % Auxerrois aus verschiedenen Parzellen, die sich auf dem Kalkstein- und Muschelkalkgelände aus dem Trias von Clos Windsbuhl in Hunawihr befinden. Im Jahr 2017 wurde ein sehr kleiner Teil des im Raum Rotenberg gelegenen Auxerrois hinzugefügt. Der Reichtum an Trockenextrakt ist sicher die Ursache für eine sehr lange Gärung (15 Monate) in mehreren Stufen. Ausgebaut wurde in großen Holzfässern. Der Restzucker liegt bei 3.,1 g/l, die Säure bei 3,9 g/l, der pH-Wert bei 3,2.

Farbe

helles Strohgelb

Nase

Der 2017er Zind zeigt sich von Beginn an offen und elegant mit hellen Noten von gelben, aber knackigen Birnen und Äpfeln, saftigen Zitrusfrüchten sowie nassem Stein und feiner gelber Würze.

Mund

Am Gaumen greift der Wein diese Aromatik auf und führt sie weiter. Die Früchte wirken weißfleischig und saftig, die würzigen Noten erinnern an blonden Tabak und Süßholz, zeigen sich aber nur ganz dezent als Begleitung der Frucht. Was den Wein so außergewöhnlich macht, ist die schmeichelnde und cremige Textur in Verbindung mit der feinen und dezenten, aber lebendigen Säure. Hinzu kommt eine attraktive salzige, den Trinkfluss fördernde Note. Der Zind ist ein gelungener Einsteig in Zind-Humbrechts Welt, ein sehr guter Essensbegleiter für den offenen Ausschank und mit Potential für zehn oder mehr weitere Jahre.

Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt

  • Gebackene Schenkel vom Stubenküken mit Sauce Pourpier
    (Geflügel)
  • Wolfsbarschfilet mit Sauce Dugléré
    (Fisch, Wolfsbarsch)
  • Dicke Bohnensuppe mit Sauerampfer und Kerbel (vegetarisch)
    (Suppen & Consomées, Hülsenfrüchte, Vegetarische Gerichte)

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Typ

Jahrgang

Sorte

,

Inhalt

Alkoholgehalt

Restsüße

■□□□□

Allergene

enthält Schwefel

Säure

5,9 g/l

Trinktemperatur

11°

Hersteller

Domaine Zind Humbrecht, 4 Route de Colmar, 68230 Turckheim / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-01

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